Geheime Tochter von Shilpi Somaya Gowda

Buchinhalt:
Kavita, eine Frau aus einem kleinen indischen Dorf, bringt eine Tochter zur Welt. Aus armen Verhältnissen stammend, darf sie ihr Kind nicht behalten. Schweren Herzens gibt sie es in ein Waisenhaus. Fast zur gleichen Zeit in Amerika erfährt das Ärztepaar Somer und Kris, dass sie keine Kinder bekommen können. Sie entscheiden sich zu einer Adoption in Indien.

Rezension: 

Bei dieser komplexen Geschichte werden alle Charaktere beleuchtet und ihnen Verständnis eingeräumt. Man erfährt auch etwas über die Extreme des heutigen Indiens, wie z.B. Armut – Reichtum, die Liebe zu Kindern auf der einen Seite, die Geburtenrate der Mädchen auf der anderen Seite. Die ganze Zeit über fragt man sich, ob Asha, das adoptierte Mädchen, letztendlich seine ursprünglichen Eltern trifft oder diese zumindest etwas von ihr hören. Dieser Roman ist emotional, dramatisch und sehr bewegend.

Toll finde ich außerdem, dass am Ende des Buches Anregungen für (Lesekreise-)Diskussionen gegeben werden.

Was mir jedoch nicht so gut gefallen hat, ist, (ACHTUNG SPOILER – hier wird etwas über den Ausgang der Geschichte verraten, wer das nicht wissen möchte, nicht weierlesen), dass sich die geheime Tochter und ihre leibliche Mutter am Ende nicht begegnen. Wie kann es sein, dass ein Mädchen sein ganzes Leben seine leiblichen Eltern treffen möchte und kurz vor dem Ziel nicht weiter sucht?! Finde ich persönlich unrealistisch und auch etwas zu wehmütig. Aber wenigstens findet ihre leibliche Mutter kurz vor ihrem Tod heraus, dass es ihrer Tochter gut geht. 

Fazit: Sehr bewegend, aber das Ende enttäuscht. 

3,5 von 5 Sternen

 

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