Eiweiß (auch: Protein) liefert dem Körper die notwendigen Baustoffe, die er für sein Wachstum und den Aufbau bzw. die Erneuerung von Zellen und Gewebe baucht.

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Ca. 100 Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, ca. neun können nur über die Nahrungsaufnahme in den Körper gelangen und sind somit essentiell (unentbehrlich).

Je mehr die Aminosäurenzusammensetzung eines Lebensmittels dem Aminosäurenbedarf des menschlichen Organismus entspricht, desto höher ist seine biologische Wertigkeit. Biologische Wertigkeit bedeutet, wie gut kann der Nährstoff vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Neben der Aminosäurenzusammensetzung des Lebensmittels sind auch der Proteingehalt sowie die Verdaulichkeit des enthaltenen Proteins entscheidend.

Bei höherer biologischer Wertigkeit eines Proteins muss weniger davon für die Deckung des Eiweißbedarfs aufgenommen werden. Tierische Lebensmittel haben generell eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliche (Ausnahme: Sojaprotein). Die biologische Wertigkeit einer proteinhaltigen Mahlzeit kann durch Kombination verschiedener Lebensmittel mit unterschiedlicher Proteinqualität deutlich verbessert werden (z.B. Bohnen mit Mais).

Pflanzliche Eiweiße sind enthalten in Getreide, Hülsenfrüchten, Ölsaaten, Nüssen und Gemüsen. Nüsse und andere Lebensmittel sollten aber vorsichtig probiert werden, da es  die Gefahr der Allergie oder des Verschluckens birgt. Viel Eiweiß liefert auch die Milch und Soja. In Gemüse und Obst ist wenig Protein enthalten.

Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt vom 1. bis zum 4. Lebensmonat ca. 12 g Eiweiß pro Tag. Danach ca. 10 g am Tag. Generell empfiehlt sie 0,8 g pro kg Körpergewicht.

Der Grund für den anfangs höheren Bedarfs liegt daran, dass das Protein für den Wachstum zuständig ist, der gerade in jüngeren Jahren stattfindet.

Wie Sie der Tabelle entnehmen können, wird der empfohlene Eiweißgehalt bei einer vegetarischen Beikost erreicht. Beispiel: Ihr Kind isst am Tag unter anderem 100g Obst-Getreide-Brei, 200g Gemüse-Getreidebrei und 200g Milch-Getreidebrei. Damit erreicht der Eiweißgehalt 1,2g + 2*1,5g + 2*3,8g = 11,8g.
Bei Kleinkindern oder größeren Kinder kann dies auch leicht erreicht werden. Isst Ihr kind z.B. Müsli mit Milch am Morgen, Kartoffeln mit Brokkoli und Sojafleisch am Mittag und Abends Brot mit Soja-Aufstrich, Marmelade, ist der Tagesbedarf gedeckt (bei einem 10 kg schweren Kind sind das 0,8g * 10 kg = 8g Protein pro Tag).

Quellen: http://de.wikipedia.org
http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=3&page=9
http://www.fke-do.de
http://www.medizinfo.de/ernaehrung/vollwert/naehrstoffe.htm
https://www.vebu.de/gesundheit/naehrstoffe
http://de.wikihow.com/Wie-man-sich-als-Vegetarier-gesund-ern%C3%A4hrt
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